CRI und TLCI beschreiben, wie natürlich Farben erscheinen, doch achte auch auf R9 für satte Rottöne in Haut. Farbtemperatur in Kelvin steuert Atmosphäre, von kühlem Arbeitslicht bis warmem Abendlicht. Nutze verlässliche Weißabgleichswerkzeuge, um kamerainterne Automatiken nicht zufällig entscheiden zu lassen.
Helligkeit entsteht nicht nur durch Wattangaben. Entscheidend sind Abstand, Abstrahlwinkel und Modifikatoren wie Softbox, Schirm, Grid oder Bounce. Mit weicher Fläche milderst du Falten, mit Flag setzt du Kontur. Miss am Motiv, nicht nur am Gerätedisplay, für reproduzierbare Ergebnisse.
COB‑Leuchten werden warm und oft laut, Panel‑LEDs sind kühler, aber schwächer bündelbar. Netzbetrieb ist verlässlich, Akkus geben Freiheit. Plane Kabellängen, Mehrfachsteckdosen mit Schalter und sichere Belastung. Achte auf Flimmerfreiheit bei 50 Hertz; Herstellerangaben zu PWM helfen zwar, Tests helfen mehr.
Lege eine saubere Referenz mit Graukarte oder Colorchecker an, bevor du kreativ wirst. Stelle Weißabgleich manuell ein und dokumentiere Kelvin‑Werte. So verhinderst du, dass Automatik bei wechselnden Hintergründen driftet. Ein kurzer Testclip vor jeder Session spart dir später Stunden im Schnitt.
Haut reagiert empfindlich auf minimale Grün‑ oder Magenta‑Abweichungen. Nutze Minus‑Grün‑Korrektur oder App‑basiertes Tint‑Tuning, falls deine Leuchte das erlaubt. Achte auf R9‑Werte und probiere unterschiedliche Diffusionen. Eine simple Regel hilft: Erst Haut neutralisieren, dann kreative Akzentfarben setzen, niemals umgekehrt.
Erzeuge Tiefe, indem du Hintergrund in komplementären Tönen anlegst und Vordergrund neutral lässt. Arbeite mit subtilen Gradienten statt harter Kanten. HSI‑Modi vereinfachen Wiederholbarkeit. Schreibe genutzte Werte auf das Lichtstativ. Künftig reproduzierst du Looks in Minuten und konzentrierst dich auf Geschichten.
Setze ein weiches Key dicht über Augenhöhe, fülle minimal von gegenüber und trenne mit schmalem Rimlight. Wenn Platz fehlt, montiere Akzentlicht hoch und seitlich. Markiere Stativfüße mit Tape. Wiederholbare Positionen sparen Zeit, vermeiden Kratzer am Boden und halten Frames konsistent.
Fenster schenken reichlich Fläche, aber wechselnde Wolken verunsichern Belichtung. Ziehe lichtdichte Vorhänge oder angleiche mit CCT‑Reglern. Ein leicht wärmeres Key gegen kühleren Taghintergrund wirkt natürlich. Vermeide Mischlicht mit starken Grünstichen von Billigröhren, indem du sie deaktivierst oder konsequent neutralisierst.
Kabelsalat stört Fokus und ist gefährlich. Nutze Klettbinder, Kabelbrücken und beschwerte Sandsäcke. Drehe Stativbeine richtig, damit ein Bein unter der Last liegt. Prüfe Lastangaben von Auslegern. Ein geordnetes Set verhindert Unfälle, schützt Lampen und sorgt für entspannte, konzentrierte Sessions.
Lege Kamera‑Höhen, Stativpositionen und Abstände in einer Skizze fest, klebe Markierungen auf Boden und Wände. Erstelle Presets in Lampen‑Apps und Kameramenüs. Nach jedem Dreh aktualisiere ein kurzes Protokoll. Diese Gewohnheit macht Wiederholungen leicht und reduziert Setup‑Zeit im Alltag drastisch.
Dauerlicht erleichtert die Belichtung, doch Shutter und Netzfrequenz müssen harmonieren. In Europa vermeiden 1/50 oder 1/100 Sekunde oft Flimmern. Teste abweichende Werte mit Zeitlupen. Belichte Haut nach Messung, nicht nach Gefühl. Ein einfaches Lux‑Messgerät hilft, Zahlen verlässlich in Bilder zu übersetzen.
Gleichbleibende Farbwiedergabe entsteht, wenn Kamera‑Profile, LUTs und Lichtfarben zueinander passen. Nutze Rec.709 oder sRGB bewusst und kontrolliere Vorschauen auf kalibriertem Monitor. Synchronisiere Weißpunkte über Geräte. So vermeiden Content‑Erstellende typische Sprünge zwischen Shots und stärken die Wahrnehmung eines verlässlichen visuellen Charakters.